Von Anstrengung zu Leichtigkeit: Wie du dein Leben neu ausrichtest
Wahrscheinlich haben wir alle schon mal das Gefühl gehabt, dass wir nur noch funktionieren. Objektiv betrachtet „läuft alles“, aber das Leben fühlt sich einfach nur anstrengend an. Wir leisten viel, aber es gibt wenig Leichtigkeit in unserem Leben. Leichtigkeit meint hier nicht eine Oberflächlichkeit im Sinne von „alles ist easy“, sondern dass wir statt eines inneren Widerstands einen inneren Spielraum haben und Klarheit verspüren.
Wenn sich das Leben schwer anfühlt
Es gibt mehrere Ursachen, warum sich das Leben schwer anfühlen kann. Vielleicht haben wir zu hohe innere Ansprüche, vielleicht wollen wir alten auferlegten Rollenbildern entsprechen (das merkt man oft an Sätzen, die man sich selber sagt, wie: „Ich muss…“, „Ich sollte…“). Vielleicht haben wir aber auch ungelöste innere Konflikte oder aber wir leben gegen unsere eigenen Werte. Wenn wir das feststellen, ist meist schon der erste Schritt getan. Anstrengung ist häufig ein Signal dafür, dass darunter etwas gesehen oder verstanden werden möchte, nicht, dass etwas falsch läuft.
Leichtigkeit beginnt nicht im Außen
Wenn man sich überfordert fühlt, ist es natürlich immer verlockend zu denken, man müsse etwas im Außen ändern, den Job wechseln, sich neue Ziele setzen oder „einfach nur“ mehr Disziplin haben. Oft bringt das nicht mehr Leichtigkeit, sondern nur die gleiche Erschöpfung. Denn was wir vergessen, ist, dass Leichtigkeit durch eine innere Ausrichtung entsteht, nicht durch Veränderung im Außen. Sie ist sozusagen eine Lebenseinstellung. An dieser Stelle kommt auch Coaching ins Spiel. Die Arbeit mit einem Coach kann helfen, den Blick von Außen nach Innen zu richten. Coaching kann helfen,
innere Muster sichtbar zu machen, die Anstrengung erzeugen,
Gedanken, Erwartungen und innere Antreiber zu sortieren,
Klarheit darüber zu gewinnen, was wirklich stimmig ist und was nicht,
die eigene Wahrnehmung wieder ernst zu nehmen.
Dabei geht es nicht darum, Probleme „wegzumachen“ oder immer positiv zu denken. Es geht darum, bewusster mit dem umzugehen, was da ist.
Dein innerer Kompass: Werte, Bedürfnisse und innere Klarheit
Meistens wissen wir erstaunlich genau, was wir nicht mehr wollen, aber kaum, was wir stattdessen wirklich brauchen. Entscheidungen werden dann aus Gewohnheit, Angst oder äußeren Erwartungen getroffen. Das führt oft zu innerer Unruhe, Überforderung oder dem Gefühl, ständig gegen sich selbst zu arbeiten. Ein wichtiger Teil innerer Klarheit ist der Kontakt zum eigenen „inneren Kompass“. Dieser besteht vor allem aus zwei Elementen: Werten und Bedürfnissen.
Werte sind grundlegende innere Orientierungen. Sie beschreiben nicht, was du tust, sondern wie und warum du etwas tust. Beispiele können sein: Sicherheit, Freiheit, Verbundenheit, Sinn, Entwicklung, Zuverlässigkeit oder Autonomie.
Wenn wir im Einklang mit unseren Werten leben, fühlt sich unser Handeln stimmig an, selbst wenn es anstrengend ist. Wenn wir dauerhaft gegen unsere Werte handeln, entsteht innere Spannung, Erschöpfung oder Frustration, oft ohne dass wir genau benennen können, warum. Viele Menschen haben ihre Werte nie bewusst reflektiert. Sie übernehmen Vorstellungen aus dem Umfeld, aus früheren Lebensphasen oder aus gesellschaftlichen Erwartungen. Coaching kann hier helfen, die eigenen Werte klarer zu erkennen, zu priorisieren und als Entscheidungsgrundlage zu nutzen.
Dann sind da noch unsere Bedürfnisse. Sie sind innere Zustände, die erfüllt sein müssen, damit wir uns psychisch stabil und handlungsfähig fühlen. Dazu gehören zum Beispiel das Bedürfnis nach Ruhe, Struktur, Sicherheit, Anerkennung, Zugehörigkeit, Selbstbestimmung oder Sinn. Unerfüllte Bedürfnisse zeigen sich häufig indirekt: als Reizbarkeit, Erschöpfung, Rückzug oder ständiger Druck. Statt sie wahrzunehmen, versuchen viele Menschen, „funktionierend“ zu bleiben, oft auf Kosten ihrer eigenen Gesundheit.
Innere Klarheit entsteht unter anderem, wenn Bedürfnisse ernst genommen werden, ohne sie sofort bewerten oder rechtfertigen zu müssen. Das bedeutet nicht, dass jedes Bedürfnis sofort erfüllt werden kann. Aber es macht einen großen Unterschied, sie zu kennen und bewusst mit ihnen umzugehen.
Wenn Werte und Bedürfnisse klarer werden, verändern sich Entscheidungen. Nicht, weil alles einfacher wird, sondern weil der innere Widerstand kleiner wird. Handlungen fühlen sich nachvollziehbarer an, Prioritäten klarer und Grenzen stimmiger. Leichtigkeit entsteht dann nicht durch perfekte Umstände, sondern durch eine innere Ausrichtung.
Von Anstrengung zu Leichtigkeit – ein neuer Umgang mit dir selbst
Es geht also um einen Perspektivwechsel. Die Frage, die du dir stellst, ist dann nicht mehr: „Was muss ich noch tun?“, sondern „Was darf ich loslassen?“. Der Schlüssel zu mehr Leichtigkeit ist, anders mit dir umzugehen, dir selbst weniger Druck zu machen, dir mehr Selbstmitgefühl entgegenzubringen. Außerdem ist es wichtig, sich in diesem Prozess realistische Erwartungen zu setzen und kleine Schritte zu gehen, anstatt von jetzt auf gleich alles verändern zu wollen. Mach dir immer wieder bewusst, dass Leichtigkeit ein Prozess ist, kein Zustand. Wenn du magst, kannst du an dieser Stelle einmal 3 Minuten innehalten und dir genau die Frage von oben stellen: „Was kann oder darf ich loslassen?“
Wie Coaching dich auf diesem Weg unterstützen kann
Coaching kann diesen Prozess begleiten: Es bietet Raum um sich zu sortieren, um eine ehrliche Bestandsaufnahme zu machen und regt die schrittweise Entwicklung eines eigenen, innerlich stimmigen Weges an. Im Coaching geht es nicht um Optimierung, sondern um Klarheit und Verbindung, nicht darum, noch mehr Vorgaben zu folgen, sondern durch gezielte Reflexion die Antworten in dir selbst zu finden. Die Methoden, mit denen ich an dieser Stelle arbeite und die eben genau diese Verbindung zu dir selbst wieder herstellen, sind unter anderem: Werte und Bedürfnisse bestimmen, Visualisierungen, Meditationen, Atemtechniken.
Leichtigkeit im Alltag verankern: Eine Einladung zur Neu-Ausrichtung
Trotzdem kannst du aber schon im Hier und Jetzt anfangen, Leichtigkeit in deinem Alltag zu verankern, z.B. indem du bewusste Entscheidungen für dich triffst, deine Grenzen wahrst und innehältst, anstatt Sachen „durchzuziehen“. Du übernimmst wieder Verantwortung für dich und genau das bringt dich schrittweise in die Leichtigkeit. Du musst dein Leben nicht neu erfinden, oft reicht eine neue innere Ausrichtung. Wenn du spürst, dass dein Leben leichter werden darf, melde dich gerne für ein kostenloses Kennenlerngespräch. Ich freue mich auf dich!